Virtuell Erfahrungen vermitteln

Ein Vorteil, welcher von den Vertretern des virtuellen Lernens immer wieder genannt wird, ist es, das man virtuell gezielt Erfahrungen machen kann, die sich tiefer ins Gedächtnis graben als nur gelesenes oder erzähltes Wissen. Schon heute ist es möglich, mit Datenbrillen komplexe Simulationen zu ermöglichen und dabei dem Lernenden das Gefühl zu vermitteln, „dabei“ zu sein. Und was der Geist als erlebt registriert wird anders gespeichert und ist auch schneller wieder abrufbar. In einem Projekt über virtuelles Lernen konnten zum Beispiel Schüler miterleben, wie sich die erste Mondlandung vollzog und anschließend ein Interview mit Neil Armstrong führen. Noch Monate später hatten die Schüler die Details der Mondlandung sehr präsent, halt fast so, als wären sie tatsächlich dabei gewesen.

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Eine Kontaktwebseite nutzt die neuen Technologien, um seinen Kunden das virtuelle Kennenlernen anzubieten. So kann man viel über die Interessen und die Verhaltensweisen einer Person erfahren, ohne diese tatsächlich vor sich zu haben. Die dänisch dating sider wird sicher bald ähnliche Methoden anwenden. Dies ist nur ein Beispiel von vielen für Felder, in denen virtuelle Techniken schon heute einsatzbereit sind. Insbesondere im Lernbereich gibt es ganz viele neue und innovative Ideen und Projekte, die das Lernen interaktiver gestalten sollen und dabei ein ganz neues Erlebnis vermitteln.

 

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Ein Vertreter des virtuellen Lernens hat unlängst erklärt, dass man sehr viele Bücher über das Fahrradfahren schreiben kann, diese jedoch nur bedingt beim Erlernen des Fahrradfahrens helfen können. Das Gefühl der Balance und die Bewegung können nur dann erlebt werden, wenn man das Fahrradfahren tatsächlich ausprobiert. Über moderne 3D-Projektionen und sich bewegende Sitzreihen wie in 6D Kinos ist es heutzutage möglich, virtuell ganz unterschiedliche Erfahrungen zu vermitteln. Von einer rasanten Schlittenfahrt bis zur Mondlandung sind den Erfahrungen, die man sammeln kann, keine Grenzen gesetzt. Je nachdem, wie technisch entwickelt die neuen Schulklassen, Universitätsaulen oder auch heimische Lernstudios sein werden, ist eine Unzahl von Möglichkeiten des „Dabei seins“ denkbar:

  • Historische Ereignissen bewohnen
  • Technische Erfindungen sehen
  • Virtuelle Reisen machen
  • Mikrobiologie erleben
  • Chemische Prozesse visualisieren

Ein unglaublich umfangreiches Kursangebot

Beginnt man sich fürs E-Learning zu interessieren wird man sehr bald feststellen, dass das Angebot an Kursen im Internet schier unendlich ist. Egal für welchen Bereich man sucht, welches Computerprogramm man erlernen möchte, oder welche Sporttechnik einen interessiert, im Internet findet man Anleitungen und Kurse für alles. Selbstverständlich ist die Qualität nicht überall gleich und wie meist im Leben gilt auch hier, dass zu günstig oft teuer werden kann. Schaut man sich jedoch das Angebot in aller Ruhe an und prüft die interessantesten Webseiten wird man sicher bald einen passenden Kurs für seine Belange finden.

 

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Ich habe zum Beispiel über virtuelle Videokurse den Umgang mit den Computerprogrammen Photoshop und InDesign gelernt. Als absoluter Anfänger kannte ich mich mit keinem der beiden professionellen Programme aus. Über eine Internetsuche bin ich auf einen Anbieter gestoßen, der über viel Erfahrung mit ähnlichen Lernvideos verfügt und von den Anwendern sehr gut bewertet wurde. Außerdem konnte ich mir auf der Webseite Beispiele anschauen die mir zeigten, wie der tatsächliche Kurs aussieht und geführt wird. Nach der Bezahlung einer sehr geringen Gebühr wurden mir Links zu Videos geschickt, die mir Schritt für Schritt die Nutzung der Programme erklärten. Und nach nur zwei Monaten konnte ich schon recht umfangreiche Aufgaben in beiden Programmen erledigen.

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E-Learning funktioniert aber nicht nur für Computerprogramme. Es gibt zum Beispiel auch Kurse für
* Fremdsprachen
* Kochen
* Schwimmstile
* Yoga
* Meditation
* Mathematik
* Erdkunde
* Musikinstrumente
Hat man einen geeigneten Kurs für seine Interessen gefunden muss man natürlich auch den nötigen Ehrgeiz zum Lernen mitbringen. Mit dem reinen Kauf ist es nicht getan, man sollte jedem Kurs die entsprechende Aufmerksamkeit und Zeit widmen, um gute Erfolge zu erzielen. Wer nicht lernt oder sich keine Mühe gibt, kann auch von Kursen aus dem Internet keine Wunder erwarten.

Mittels Tutorials, festen Kursprofessoren mit Online Sprechstunden und dem Einsatz von Internet, Mikrofonen und Webcams ist es heutzutage sehr leicht Kurse durchzuführen, die sowohl interaktiv als auch effektiv sind. Über E-Mail kann man Arbeiten und Tests versenden, über einen Chat mit Mitstudenten oder Lehrern Probleme klären und per Webcam sogar mündliche Prüfungen in Echtzeit durchführen. Und das alles, ohne das Haus zu verlassen. Bei manchen aufwändigen Kursen gibt es eine Endprüfung, die an einem bestimmten Ort durchgeführt wird und bei der man dann doch persönlich erscheinen muss. Das dient meist dazu, Betrug vorzubeugen. Aber es gibt auch sehr viele Kurse und Anleitungen, die man ganz ohne direkten Kontakt absolvieren kann. Am Besten sucht ihr selbst einmal im unendlichen Angebot, mit Sicherheit findet ihr etwas Interessantes.

Zeitlos und unabhängig vom Standort

Das virtuelle Lernen wird über kurz oder lang eine wahre Revolution auslösen und ich bin mir sicher, dass viele etablierte Strukturen des Lernens und Arbeitens sich komplett verändern werden. Das 20. Jahrhundert basiert auf feste Strukturen, die alle kennen und befolgen. Man geht zur Schule, anschließend macht man eine Ausbildung, man sucht sich einen Arbeitsplatz und Zeit seines Lebens verbringt man zwischen fünf und zehn Stunden außer Haus, um entweder zu lernen oder zu arbeiten. Mit der Revolution des virtuellen Lernens und später, dem virtuellen Arbeiten, werden viele bisher als notwendig betrachteten Wege und Arbeitsabläufe absolut obsolet.

 

Warum muss ich von acht bis zwei Uhr in eine Schule fahren und dort dem Unterricht folgen, wenn ich dasselbe von Zuhause aus nach meinem eigenen Zeitplan erledigen kann? Es gibt Kinder, die morgens wesentlich weniger aufnahmefähig sind als nachmittags, und anderen gefällt es, vor dem Schlafengehen zu studieren. Erst vor Kurzem habe ich diesen interessanten Artikel dazu gelesen. Warum also alle Menschen in ein enges und unflexibles Korsett schnüren, wenn die digitalen Medien einen flexiblen Weg des Lernens und Unterrichtens ermöglichen? Jeder Schüler sollte sich in Zukunft seinen eigenen Lehrplan entwerfen können und ihn so verfolgen, wie es ihm am besten gefällt. Mit Sicherheit werden die Ergebnisse besser und die Schüler zufriedener.

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Letzte Woche hat mir ein Bekannter gezeigt, wie man heutzutage einkauft. Über eine Webseite hat er einen Gutscheincode heruntergeladen, und anschließend online neue Klamotten gekauft. In nur 24 Stunden hatte er sein Paket Zuhause, absolut günstig und ohne das Haus zu verlassen. Ähnliche Änderungen werden auch auf dem Arbeitsmarkt passieren. Manuelle Arbeiten werden von Robotern und Maschinen geleistet, die Menschen kontrollieren und koordinieren vom Computer aus alle Fertigungsprozesse. Dies wird ebenfalls immer mehr zeitlos und Raum-unabhängig geschehen. Jeder bewirbt sich für sein bevorzugtes Zeitfenster und Arbeiten können übers Internet erledigt werden. Schon jetzt gibt es sehr interessante Studien über die Arbeitsmodelle der Zukunft.

Lernen heute

Das Internet hat auch im Bereich Lernen für eine Revolution gesorgt und langsam aber sicher wird diese immer mehr Einzug in den Alltag halten. Schon heute kann man Kurse übers Internet buchen und absolvieren, sich mit Professoren und Lehrern über Internetchat austauschen, oder kostenlose Sprachkurse auf youtube finden. Mit Sicherheit dauert es nicht mehr lange, bis Studenten von Zuhause aus ihr Studium absolvieren können, indem sie sich virtuell in den Hörsaal einwählen und per Chat mitdiskutieren können. Hausarbeiten werden per E-Mail verschickt und mündliche Prüfungen werden über Skype abgenommen. Eine Zukunft die sehr nahe liegt und das Bildungsangebot zum Volk bringt. Warum nicht einen Kurs in Madrid belegen und einen anderen in Los Angeles. Man sucht sich aus dem Internetverzeichnis die interessantesten Angebote und kombiniert sie zu einem individualisierten Studium mit Klasse. Erschwinglich und zugänglich für alle. Eine Utopie?

Lernen heute

Lernen heute

Unter dem Begriff E-Learning, auf Deutsch in etwa „elektronisch unterstütztes Lernen“, werden die Lernformen verstanden, die elektronische und/oder digitale Medien für die Verteilung und Präsentation von Lernmaterial einsetzen. Das kann zum einen das Internet sein, aber auch digitale Datenträger wie CDs oder DVDs. Während ich noch pünktlich jeden Morgen in den Hörsaal musste und Anwesenheitslisten rumgereicht wurden, wird die Generation von Morgen ganz viele Seminare und Kurse von Zuhause aus besuchen können. Mit wenigem und sehr günstigem Equipment wandelt man seinen Computer zuhause zur Lernzentrale und zur direkten Kontaktstelle zur Uni. Einfacher geht es wirklich nicht mehr und man würde erreichen, dass viele Personen, denen der Zugang zur Uni heute verweht bleibt, auch studieren und sich weiterbilden könnten.

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